Schauspielstar Martina Gedeck beim Musikfest

Geschrieben von Redaktion am 2. Jul 2009 und gespeichert unter Meldungen. Sie können allen Kommentaren dieses Eintrages folgen über RSS 2.0. Kommentare sind augenblicklich nicht möglich, aber Sie können einen Trackback von der eigenen Seite erstellen.

Martina GedeckSchauspiel-Star Martina Gedeck und Pianist Sebastian Knauer präsentieren ein literarisch-musikalisches Programm rund um Felix Mendelssohn-Bartholdy und die schwedische Opernsängerin Jenny Lind. „Er war der einzige Mensch, dem ich eine tiefe Zuneigung entgegen brachte. Der einzige, der meinem Gemüt Ruhe geben konnte, und kaum hatte ich ihn gefunden, da habe ich ihn nun wieder verloren.“ So schrieb die Sängerin Jenny Lind im Dezember 1847, einen Monat nach dem plötzlichen frühen Tod Felix Mendelssohn-Bartholdys, an eine mütterliche Freundin. Die schwedische Operndiva, die dem erfolgreichen Komponisten und gefeierten Dirigenten drei Jahre zuvor zum ersten Mal begegnet war, stand nach Darstellung ihrer Biografen unter Schock. Sie hatte den elf Jahre älteren – und verheirateten – Mendelssohn nicht nur als Künstler vergöttert, sondern nach eigener Aussage auch geliebt. Seit einer gemeinsamen Rheinfahrt wollten die Gerüchte nicht verstummen, dass er ihre Gefühle erwidert habe, doch Belege für eine Romanze zwischen den beiden gab es nie. In dem Wort-Musik-Programm „Auf Flügeln des Gesanges“ wird die Verbindung zwischen Mendelssohn und Jenny Lind nach Briefen und Zeitdokumenten nacherzählt. Es zeichnet zugleich die letzten Lebensjahre Mendelssohns nach, die geprägt waren von rastloser und kräftezehrender Tätigkeit als Komponist und Dirigent und mit seinem unerwarteten Tod nach zwei Gehirnschlägen endeten. Musikalisch umrahmt wird der als Erinnerungen von Jenny Lind verfasste Text von Klavierwerken Mendelssohns, u.a. den populären „Liedern ohne Worte“ und den „Variations sérieuses“, einem der Gipfelwerke der romantischen Klavierliteratur.

Spiekeroog. Beflügelt die Sinne.